In meinem Feel-Good-Modell steht der Mensch im Zentrum. Das hier dargestellte Modell bildet zusammen mit meinem Gesundheit-Blog eine Art Tage- bzw. Erfahrungsbuch. Es beschäftigt sich mit der Frage, was ein Mensch braucht, damit es ihm langfristig gut geht. Das Modell lebt, es wächst, es verändert sich und es wird vermutlich nie fertig sein. Es urteilt nicht über gut oder schlecht, sondern nimmt Erfahrungen auf, entwickelt sich weiter und reift mit der Zeit.
Wer einen Blick auf meine erste Skizze wirft, erkennt vermutlich rasch gewisse Parallelen zur bekannten Maslow-Pyramide. Tatsächlich kam mir diese Theorie ebenfalls relativ schnell in den Sinn, als ich mich intensiver mit der Frage beschäftigte, was ein Mensch für ein gutes und erfülltes Leben benötigt. Auch wenn die klassische Bedürfnishierarchie heute kritisch betrachtet wird, empfinde ich sie weiterhin als interessante Grundlage für eigene Gedanken und Reflexionen.
In meinem Feel-Good-Modell betrachte ich die verschiedenen Bedürfnisse jedoch weniger als starre Hierarchie. Für mich stehen diese Bereiche vielmehr nebeneinander und beeinflussen sich gegenseitig. Gesundheit, Beziehungen, Bewegung, Sicherheit, Ruhe, persönliche Entwicklung oder Sinn wirken selten isoliert. Gerät eine Dimension langfristig aus dem Gleichgewicht, beeinflusst dies oft auch andere Bereiche des Lebens.
Genau dieser Gedanke führte mich später auch zum „Rad des Lebens“ - einem einfachen Reflexionsmodell, das verschiedene Lebensdimensionen sichtbar macht und hilft, die eigene Balance bewusster wahrzunehmen. Oft wird erst durch eine ehrliche Standortbestimmung sichtbar, welche Bereiche Kraft geben, wo Energie verloren geht und welche Themen über längere Zeit kaum mehr Aufmerksamkeit erhalten haben.
In meiner Betrachtung starte ich gedanklich eher „oben“ bei der menschlichen Entfaltung. Darunter verstehe ich Themen wie Motivation, Kreativität, Energie, Leistung, Inspiration oder persönliche Entwicklung. Die verschiedenen Bedürfnisse sollten dafür möglichst ausgewogen erfüllt sein. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass jeder Mensch einen unterschiedlichen Appetit auf einzelne Bedürfnisse besitzt. Die eigentliche Kunst liegt darin, den eigenen, langfristig guttuenden Rhythmus und das persönliche Gleichgewicht zu erkennen.
Während das erste Bild stärker vom menschlichen Umfeld handelt, geht es mir beim Yin-und-Yang-Symbol um die innere Ausgeglichenheit. Ich sehe darin eine schöne Darstellung der Gegensätze, welche unser Leben permanent begleiten: Ruhe und Bewegung, Spannung und Entspannung, Aktivität und Regeneration, Rückzug und Begegnung. Nichts existiert vollständig ohne sein Gegenstück, und gerade in diesem Zusammenspiel entsteht Balance.
Mich faszinieren seit längerer Zeit auch buddhistische Gedanken und Ansätze rund um Bewusstheit, innere Ruhe und den Umgang mit Gegensätzen. Besonders spannend finde ich die Vorstellung, dass Harmonie nicht dadurch entsteht, dass eine Seite „gewinnt“, sondern dass Gegensätze miteinander in Balance stehen dürfen. Viele Spannungen im Leben entstehen dort, wo einzelne Bereiche dauerhaft überbetont werden und andere langsam verloren gehen.
In meinem Feel-Good-Modell und meinem Gesundheit-Blog geht es deshalb um Gedanken, Methoden und Erfahrungen, welche sowohl das persönliche Umfeld als auch die innere Balance positiv beeinflussen können. Dahinter steht weniger die Suche nach Perfektion als vielmehr die Frage, wie bewusste und aufmerksame Lebensführung langfristig zu mehr Klarheit, Stabilität und innerem Gleichgewicht beitragen kann.
