· 

Südafrika Safari: Unsere Erfahrungen in Pilanesberg, Welgevonden & Addo Elephant Park

In diesem Bericht geht es ausschliesslich um den Safari-Teil unserer Südafrika-Reise. Du findest konkrete Empfehlungen zu ausgewählten Game Reserves, die sich gut über Johannesburg erreichen lassen, sowie unsere persönlichen Erfahrungen zu Unterkünften und Safaris vor Ort. Im Fokus stehen der Pilanesberg National Park, das Welgevonden Game Reserve und der Addo Elephant National Park – jeweils mit klarer Einordnung und passenden Hoteltipps. Ziel ist es, dir eine einfache Entscheidungshilfe zu geben, welcher Park zu deiner Reise passt und wie du ihn sinnvoll integrieren kannst. Ohne Umwege, dafür mit ehrlichen Einschätzungen aus eigener Erfahrung.

Nahaufnahme von einem Geparden mit offener Schnauze und klaffenden Zähnen
Atemberaubende Gepard-Sichtung im Pilanesberg National Park

Wenn du deine Südafrika-Reise planst, stellt sich früher oder später die Frage: Safari – ja oder nein?

 

Für mich gehört sie dazu, aber nicht als Hauptteil der Reise, sondern als bewusste Ergänzung. Vor oder nach Tagen am Meer, in den Bergen und in den Winelands ist es ein kompletter Perspektivenwechsel, plötzlich frühmorgens im offenen Fahrzeug durch die Savanne zu fahren und Tiere in freier Wildbahn zu erleben.

 

Johannesburg ist dabei weniger Reiseziel als vielmehr Ausgangspunkt. Die meisten guten Game Reserves erreichst du von hier aus in wenigen Stunden – oder mit einem kurzen Inlandsflug. Entsprechend würde ich die Stadt selbst nur minimal einplanen und den Fokus klar auf das Safari-Erlebnis legen.

 

Die folgenden Empfehlungen basieren auf genau diesem Ansatz: wenige, ausgewählte Reservate, die sich gut in eine Reise integrieren lassen – ohne unnötige Umwege, aber mit einem Erlebnis, das hängen bleibt.

Johannesburg (Sandton) – unsere Basis für den Start der Safari

Die meisten Reisen starten oder enden über Johannesburg. Ich würde hier bewusst nicht viel Zeit einplanen – eine Nacht reicht in der Regel völlig aus, um anzukommen und am nächsten Tag entspannt weiter ins Game Reserve zu fahren.

 

Wenn wir in Johannesburg sind, übernachten wir jeweils im The Peech in Sandton. Das Hotel liegt ruhig, ist sehr gepflegt und fühlt sich eher wie eine kleine Oase an – genau das, was man nach einem langen Flug braucht. Sandton selbst gilt als einer der sichereren Stadtteile, mit Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und kurzen Wegen.

 

Trotzdem sollte man sich bewusst sein: Johannesburg ist keine klassische „zu Fuss erkundbare“ Stadt. Besonders Downtown würden wir meiden, und generell gilt – sich eher mit Uber oder organisiert zu bewegen, statt längere Strecken zu Fuss zurückzulegen.

 

Für den Abend bietet sich der Bereich rund um den Nelson Mandela Square an. Dort sind wir gerne im The Grillhouse Sandton (Trump’s Grill) – gute Atmosphäre, sehr gutes Fleisch und unkompliziert erreichbar vom Hotel aus.

 

Am nächsten Morgen geht es dann weiter – und genau dort beginnt für uns der spannendere Teil der Reise.

Unsere Hotelempfehlung - The Peech

Unser Lieblingshotel für einen Aufenthalt in Johannesburg. Wunderschöne, ruhige Hotelanlage mit herrlichem Pool. Feines Restaurant. Sehr schöne angenehme Zimmer (wir empfehlen die Luxus-Zimmer, im Obergeschoss). Mit dem Taxi / Uber ist der Nelson Mandela Square in Sandton in wenigen Minuten erreichbar. Dort findet man mehrere tolle Restaurants und Steakhouses.


Autofahren in Johannesburg

In Johannesburg raten wir übrigens davon ab, ein Auto zu mieten. Am einfachsten und sichersten bewegt man sich hier mit Uber oder einem Taxi- / Bus-Unternehmen. Auch unsere Fahrten in den Park organisierten wir mit unserem Fahrer des Vertrauens. Im nachfolgenden Bericht "Autofahren in Südafrika: Sicherheitstipps" findest du wertvolle Empfehlungen für deine nächste Reise.

Vorstellung von drei Game Reserves

Südafrika Game Reserve Cheetah Gepard Raubkatze Big 5
Fantastische Tierwelten in Südafrika

Pilanesberg National Park

Der Pilanesberg Nationalpark liegt rund zwei bis drei Stunden nordwestlich von Johannesburg und gehört für mich zu den unkompliziertesten Möglichkeiten, in Südafrika eine Safari zu erleben. Anders als viele bekannte Parks ist er malariafrei und gut erreichbar – gleichzeitig bietet er eine beeindruckende Tierdichte und abwechslungsreiche Landschaft.

 

Was den Park besonders macht, ist seine Entstehung: Pilanesberg liegt in einem erloschenen Vulkankrater, der vor rund 1,2 Milliarden Jahren entstanden ist. Die heutige Landschaft folgt noch immer dieser kreisförmigen Struktur – mit sanften Hügeln, offenen Ebenen und Wasserstellen, die sich wie ein natürliches Amphitheater um das Zentrum legen. Diese Geologie sorgt nicht nur für eine besondere Kulisse, sondern auch dafür, dass Tiere oft in gut einsehbaren Gebieten unterwegs sind.

 

In den 1970er-Jahren wurde das Gebiet im Rahmen eines der größten Umsiedlungsprojekte Südafrikas – „Operation Genesis“ – gezielt wieder mit Wildtieren besiedelt. Heute leben hier unter anderem Elefanten, Löwen, Nashörner, Büffel und Leoparden, also die sogenannten „Big Five“.

 

Gerade diese Kombination aus Zugänglichkeit, landschaftlicher Eigenart und Tierwelt macht Pilanesberg zu einem idealen Einstieg in das Safari-Erlebnis – ohne lange Anreise, aber mit allem, was man sich erhofft.

Hotelempfehlung - Lush Game Reserve

Für unseren Aufenthalt im Pilanesberg haben wir uns jeweils für das The Lush Private Game Lodge entschieden – und würden es genau so wieder machen.

 

Die Lodge liegt ruhig innerhalb eines privaten Bereichs des Parks und ist bewusst klein gehalten. Genau das macht den Unterschied: kein Massenbetrieb, sondern eine persönliche Atmosphäre, in der man schnell ankommt. Die Zimmer sind hochwertig und stilvoll eingerichtet, mit Blick ins Grüne, oft mit direkter Nähe zur Tierwelt – man hört und spürt, dass man wirklich mitten im Geschehen ist.

 

Was das Erlebnis aber wirklich prägt, sind die Safaris selbst. Die Game Drives werden in kleinen Gruppen durchgeführt, die Guides sind erfahren und nehmen sich Zeit – nicht nur, um Tiere zu finden, sondern auch, um Zusammenhänge zu erklären. Dadurch entsteht eine ganz andere Qualität als bei grösseren, unpersönlicheren Angeboten.

 

Auch zwischen den Fahrten ist die Lodge ein Ort zum Runterkommen: gutes Essen, ruhige Atmosphäre, viel Natur. Genau diese Mischung aus Komfort und echtem Safari-Erlebnis hat für uns perfekt gepasst. Wir waren schon dreimal hier, und wenn ich im Pilanesberg nochmals buchen würde, dann ohne zu überlegen wieder hier.

Addo Elephant Nationalpark

Der Addo Elephant National Park liegt im Osten Südafrikas, unweit von Port Elizabeth, und ist vor allem für eines bekannt: seine grosse Elefantenpopulation. Was heute wie ein stabiles Schutzgebiet wirkt, hat eine bewegte Geschichte. In den 1930er-Jahren lebten in dieser Region nur noch wenige Elefanten – durch intensive Jagd waren sie fast vollständig verschwunden. Mit der Gründung des Parks im Jahr 1931 begann der gezielte Schutz, der bis heute zu einer der grössten Erfolgsgeschichten im südafrikanischen Naturschutz zählt.

 

Heute umfasst der Park ein weitläufiges Gebiet mit unterschiedlichen Landschaften – von dichter Vegetation bis zu offenen Ebenen – und bietet neben Elefanten auch eine Vielzahl weiterer Tiere. Anders als viele private Reservate ist Addo ein staatlicher Nationalpark, entsprechend etwas ursprünglicher und weniger exklusiv, dafür sehr gut zugänglich und ideal, wenn man eine Safari mit der Garden Route kombinieren möchte.

 

Gerade diese Mischung aus Geschichte, Natur und einfacher Integration in eine Reiseroute macht den Addo Elephant National Park zu einer spannenden Ergänzung – vor allem für alle, die Elefanten aus nächster Nähe erleben möchten.

Hotelempfehlung - Africanos Country Estate

Für unseren Aufenthalt in der Region haben wir uns für das Africanos Country Estate entschieden – eine Wahl, die sich absolut gelohnt hat. Die Anlage ist sehr gepflegt und ruhig gelegen, mit grosszügigen, stilvoll eingerichteten Zimmern, die fast schon eher kleine Villen sind als klassische Hotelzimmer. Alles wirkt durchdacht und hochwertig, ohne dabei überladen zu sein – genau die Art von Unterkunft, in der man nach einem Tag im Park gerne ankommt.

 

Besonders angenehm ist die entspannte Atmosphäre auf dem gesamten Gelände. Man hat genügend Raum, um zur Ruhe zu kommen, und gleichzeitig einen guten Ausgangspunkt für Besuche im Addo Elephant National Park. Wir würden das Africanos Country Estate jederzeit wieder wählen und können es ohne Einschränkung weiterempfehlen.


Welgevonden Game Reserve

Das Welgevonden Game Reserve liegt rund drei bis vier Stunden nördlich von Johannesburg und unterscheidet sich in einigen Punkten spürbar von klassischeren Nationalparks. Es handelt sich um ein privates Reservat, in dem der Zugang bewusst limitiert ist – entsprechend ruhiger und exklusiver fühlt sich das gesamte Erlebnis an.

 

Die Landschaft ist abwechslungsreich, mit sanften Hügeln, offenen Ebenen und dichter Vegetation. Gleichzeitig ist die Tierdichte hoch, und auch hier lassen sich die „Big Five“ mit etwas Geduld beobachten. Der grosse Unterschied liegt jedoch weniger in den Tieren selbst, sondern in der Art, wie man ihnen begegnet: keine Selbstfahrer, keine grossen Besucherströme, sondern geführte Game Drives in kleinen Gruppen, oft ohne ein weiteres Fahrzeug in Sichtweite.

 

Gerade dadurch entsteht eine andere Qualität – persönlicher, ruhiger und näher an der Natur. Für uns ist Welgevonden die richtige Wahl, wenn man das Safari-Erlebnis noch etwas intensiver und gleichzeitig entspannter erleben möchte.

Hotelempfehlung - Clifftop Safari Hideaway

Im Welgevonden Game Reserve gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Lodges. Wir haben uns für das Clifftop Safari Hideaway entschieden – eine Wahl, die das Erlebnis nochmals auf ein anderes Niveau gehoben hat.

 

Die Lodge liegt spektakulär auf einem Klippenvorsprung und macht ihrem Namen alle Ehre. Von der Terrasse, dem Restaurant und auch von den Zimmern aus hat man einen weiten Blick über das Reservat – oft mit Tieren, die sich unten durch die Landschaft bewegen. Gerade diese Perspektive gibt dem Aufenthalt eine besondere Ruhe und Weite.

 

Die Suiten sind grosszügig gestaltet, stilvoll eingerichtet und bieten viel Privatsphäre. Alles wirkt hochwertig, aber nicht aufgesetzt – eher wie ein Ort, an dem man sich selbstverständlich wohlfühlt. Zwischen den Game Drives bleibt genügend Zeit, genau diese Ruhe zu geniessen.

 

Kulinarisch wird man ebenfalls auf hohem Niveau begleitet, und die Safaris selbst sind hervorragend organisiert. Die Ranger nehmen sich Zeit, erklären Zusammenhänge und schaffen es, jede Ausfahrt zu einem eigenen Erlebnis zu machen. Insgesamt eine Lodge, bei der viele Details ineinandergreifen – und die wir jederzeit wieder wählen würden.

Mein persönliches Fazit

Eine Safari bleibt für uns jedes Mal ein besonderes Erlebnis – intensiv, ruhig und gleichzeitig voller Eindrücke. Wir bauen sie nicht in jede Südafrika-Reise ein, aber immer wieder bewusst, weil sie eine ganz eigene Qualität mitbringt. Wenn wir uns dafür entscheiden, starten wir meist direkt zu Beginn der Reise mit zwei bis vier Tagen im Game Reserve. Der Alltag fällt hier schnell weg: wenig bis kein Wifi, kaum Ablenkung – stattdessen Natur, Weite und ein klarer Rhythmus aus frühen Morgenstunden und ruhigen Abenden.

Gerade dieses „Disconnected sein“ macht für uns den Unterschied. Man kommt an, wird langsamer und findet leichter in die Reise hinein. Danach fühlt sich alles, was folgt – Kapstadt, Küste oder Winelands – noch einmal bewusster und intensiver an.

Hier geht es zum Bericht über das Western Cape

Strasse verläuft parallel zu einem herrlichen weissen Strand in Südafrika

Hier geht es zum Bericht Autofahren in Südafrika

Frau beim Autofahren in Südafrika beim Chapman Peak mit Ferienstimmung

Erstellt: 05.01.2023 | Aktualisiert: 03.01.2026

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Max&Theres (Montag, 18 November 2024 16:55)

    Hoi Remo&Tamara
    Ich habe mal einen kleinen Teil des Reiseberichts gelesen.
    Sieht super aus.
    Vielleicht schaffen wir es auch mal nach Südafrika.
    Vom “Iwanowski” Reiseführer habe ich auch schon einen großen Teil gelesen.
    Schönen Abend
    Gruss
    Max&Theres

  • #2

    Annegret & Gerfried (Dienstag, 04 November 2025 13:47)

    Dank euren hervorragenden und so wertvollen Tipps haben wir fantastische Ferien in Südafrika verbracht. Danke, dass ihr eure Erfahrungen und Lieblingsorte mit uns teilt. Wir konnten uns voll darauf verlassen, dass all diese Orte in sicheren Gegenden liegen und etwas Besonderes sind, und genau so war es! Wir haben den Urlaub von Anfang bis Ende rundum genießen können! �